Änderungen an der Facebook Roadmap relevant für App-Entwickler
Gestern Abend hat Facebook Änderungen an seiner Roadmap für kommende Entwicklungen bekannt gegeben, die vor Allem für App-Entwickler wichtig sind!
Im Moment lassen viele Unternehmen eigene Facebook-Apps entwickeln, die sie in ihren Pages als Reiter (Tab) laufen lassen wollen. Bisher stelle sich das als sehr umständlich heraus, weil man in Reitern nur FBML-Apps verwenden durfte, keine iFrames.
In der neuen Roadmap kündigt Facebook aber das Ende der FBML-Apps an. In den nächsten Monaten werde man iframes in Tabs freigeben und Ende 2010 dann gar keine neuen FBML-Apps mehr zulassen (der Support bestehender Apps bleibt aufrecht). App-Tabs in Benutzer-Profilen werden gänzlich abgeschafft (laut FB wegen zu geringer Nutzung).
Verständlicherweise wird auch der Fokus auf den Ausbau der neuen Graph-API gelegt, häufig muss man ja noch auf die alte API zurückgreifen weil die neue noch nicht alles unterstützt.
Klar herauslesen kann man aus dem Update auch, dass FB zukünftig die JavaScript-API forciert, was vor Allem PHP- und Entwickler anderer bevorzugt serverseitig operierender Sprachen stören wird (die neue PHP-SDK is zwar wirklich einfach, aber greift für die Authorisation beispielsweise ebenfalls auf JavaScript zurück, was einfach nur Scheiße ist und serverseitges arbeiten praktisch unmöglich macht). Da Facebook selbst in PHP programmiert ist, ein Sakrileg.
Dramatisch wird das vor Allem dadurch, dass laut Roadmap neue Apps ab Ende diesen Jahres nur mehr mit der neuen OAuth2 Methode bei Facebook authentifizieren dürfen. Hier steht der Token nach der Authentifizierung eines Users in der Adressleiste nach einer Raute (#) - was nur browserseitig verarbeitet werden kann, weil alles nach der Raute nicht an den Server gesendet wird.
Entfernt werden ausdem auch einige REST-API-Befehle, die FB-Tags <fb:editor>, <fb:board>, <fb:wall> und <fb:feed> und die komplette Data Store API.
Das Entwickler-Zentrum wird vereinfacht und um zahlreiche Einstellungen reduziert, die durch den Wegfall der bereits genannten Sachen obsolet werden.
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