Das spezialisierte Web von heute

Irgendwie scheint das Thema Web auf mich mehr und mehr aus unserem Alltag zu verschwinden - und das, obwohl es mittlerweile ein Hauptbestandteil unseres Alltags ist. Wie Webseiten hinter den Kulissen wirklich funktionieren, wissen eigentlich die Wenigstens - im Gegensatz zu früher, scheint es aber auch immer weniger Leute zu interessieren.

Mit dem Aufkommen des Web 2.0 Zeugs, is irgendwie wieder alles in die USA abgerutscht. Wann immer man in den RSS-Feeds, die sich auf das Web selbst beziehen ließt, stolpert man über Querverweise auf englische Seiten. Teilweise steigen deutschsprachige Web-Weblogs selbst auf Englisch um und sind auch großteils mit diesen ganzen US-Blog-Farmen vernetzt.

Was mich daran ziemlich nervt ist, dass es scheinbar niemanden stört, dass man dort schlichtweg in der Masse untergeht. Vor einiger Zeit hat hier jemand gesagt "das Web ist tot", langsam kommts mir auch so vor.

Dabei macht es gerade jetzt so eine rasante Entwicklung durch. Dank den W3C Standards und den unglaublichen Möglichkeiten die CSS liefert, kann man schon fast sagen, dass eine neue Berufsgruppe im Web entstanden ist: der Web-Setzer.

Früher hat der Web-Grafiker oder Webdesigner sein layout gemacht und gesliced, der Programmierer den Code geschrieben und das layout dann damit zusammengebracht. Heute ist das Darstellen einer Seite so komplex, dass du einen eigenen Futzi brauchst, der es setzen kann.

50% Code und 50% Design war mal. Heut ist es eher 33$ Design, 33% Code und 33% Layout-Setzung. Wobei ich persönlich das Setzen des Designs in XHTML und CSS als frustrierender und nervenaufreibender als alles andere am Entwicklungsprozess einer Webseite empfinde.

Vielleicht ist es aber gerade dieser Vorgang, der das Web im Moment so unattraktiv für Neueinsteiger macht: Es spezialisiert sich mittlerweile so stark, dass man kaum mehr weiß wo vorne und hinten ist - irgendwie ging im Web 2.0 glaube ich den Meisten die Übersicht verloren.
Veröffentlicht am Freitag, 2. März 2007 um 19:53
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Kommentare

blackfeet
blackfeet am Freitag, 2. März 2007 um 19:36

Dabei macht es gerade jetzt so eine rasante Entwicklung durch. Dank den WC Standards und den unglaublichen Möglichkeiten die CSS liefert, kann man schon fast sagen, dass eine neue Berufsgruppe im Web entstanden ist: der Web-Setzer.

Ja die WC Standards für Tiefspüler sind geändert worden :)

Markus René Einicher
Markus René Einicher am Freitag, 2. März 2007 um 19:51

Jo mei ;)

unkie
unkie am Samstag, 3. März 2007 um 03:52

Das "Websetzen" wie du es nennst macht mir am meisten Spaß :) Vielleicht liegts daran, dass ich weder gut coden kann (bin nicht inovativ genug) noch gut designen (bin nicht geschickt, kreativ) genug. Beim "setzten" habe ich feste vorgaben und kann die schnell abarbeiten. Muss dabei nicht viel nachdenken und kann dabei total entspannen und sehen wie mein Werk wächst und wächst.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich keine großen Webseiten habe, dass es sich lohnt etwas zu programmieren. Noch müssen - falls ich denn mal eine gestalte - meine Webseiten modern ausshen.

Naja, wie ich immer sage: Jedem das seine, mir alles andere!

Markus René Einicher
Markus René Einicher am Samstag, 3. März 2007 um 09:33

Mir macht das setzen nur so lange Spaß, so lange ich rumprobier und schau was rauskommt. Aber sobald ich gezielt etwas umsetzen will, stellt sich ein Browser immer quer. Das macht mich wahnsinnig.

unkie
unkie am Samstag, 3. März 2007 um 13:07

Ok das stimmt :) So gehts mir auch oft :o Naja man muss halt Kompromisse schließen. Schöne Seite aber IE zeigt sie nicht an ist immer ein guter, denke ich :))


(in Worten)