Inkscape

Wer sich schon eine Weile mit Vektorgrafik beschäftigt hat wird dabei vermutlich mit großen Programmen wie Corel Draw, Macromedia Freehand oder Adobe Illustrator Bekanntschaft gemacht haben. Ich will dich aber heute mit einem schlankeren aber deshalb absolut nicht weniger guten Programm konfrontieren: INKSCAPE.

Das Programm ist frei erhältlich auf inkscape.org wo du es unbedingt und absolut sofort runterladen musst :P

Was macht man nun mit einem Vektorgrafikprogramm? Nun, zum Ersten werden so ziemlich alle Piktogramme (Icons) in Vektorgrafikprogrammen gemacht, unter Linux werden teilweise sogar schon direkt Vektorgrafikdateien im SVG Format als Icons verwendet. Außerdem macht man Logos in Vektorgrafik, sodass man sie beliebig ziehen und stauchen kann, ohne Qualitätsverlust.

Was macht da Inkscape besonders? Es ist einfach. Während die oben genannten Programme mehr und mehr dazu übergehen, sich mit Zusatzfunktionen zu überladen, liefert Inkscape die Grundformen und verzichtet auf zusätzliche Werkzeuge, die im Endeffekt in anderen Aktionen schon enthalten sind.

Vektorgrafik besteht ja grundsätzlich nur aus drei Dingen: aus Pfaden, Einer Füllung und einer Kontur, wobei die beiden letzten nicht sein müssen. Ich kann also auch Objekte machen, die nur Kontur oder nur Füllung oder gar nichts von beiden haben, aber die sieht man dann halt nicht.

Pfade kennt vermutlich jeder aus Photoshop oder anderen Grafikprogrammen. Das sind die Punkte die miteinander verbunden werden und Tangenten haben mit denen man die Linie dazwischen biegen kann.
=> Bild von Pfad

Vektorgrafik besteht praktisch nur aus solchen Pfaden, natürlich liefert jedes Programm vordefinierte Formen wie Ellipse und Rechteck, deren Pfade man dann weiterbearbeiten kann.

Was Inkscape sehr praktisch macht, ist dass es als Füllung auch Verläufe anbietet und, dass diese Verläufe wie bei Photoshop gegen Transparenz streben können. In Adobes Illustrator geht das so nicht, da muss man hochkomplizierte Deckkraftmasken erstellen.

Das ist eigentlich auch alles, was man wirklich braucht um gute Vektorgrafiken zu erstellen. Verläufe und Pfade. In Inkscape haben sie das sehr intuitiv und einfach umgesetzt - ein Blick lohnt sich auf jeden Fall.

Im laufe des Monats werde ich Schrittweise Tutorien von Inkscape reinstellen und Schritt für Schritt erklären, wie man diverse Werkzeuge benutzt oder diverse Effekte rausbekommt. Wer bis dahin nicht warten will, kann sich ja in der Inkscape Hilfe die Einführungen ansehen.

Kommentare

Markus René Einicher
Markus René Einicher am Samstag, 17. März 2007 um 20:56

Hab jetzt ein eigenes Inkscape Ressort gemacht und diesen Artikel dorthin verschoben.