Mit dem Zug in Österreich

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2 Antworten
Markus René Einicher
Markus René Einicher am Samstag, 13. Januar 2007 um 12:08
Ich hatte vor kurzem ein Vorstellungsgespräch in Stockern bei Horn in Niederösterreich und als Klagenfurter hab ich damit zweimal 8 Stunden zugfahren dürfen. Da es sich um ein Vorstellungsgespräch handelte zahlte mir das AMS die Fahrt. Die haben mit den ÖBB wahrscheinlich Sondertarife ausgehandelt und daher hat die Fahrt vermutlich einen Schlapf gekostet, aber ich habe mal nachgesehen und mich mit dem Thema Zugfahren mit den ÖBB ein bisschen auseinandergesetzt: [b]Strecke aussuchen[/b] Bereits auf der Startseite von öbb.at ist ein Startformular zur Streckenplanung. Man gibt Abfahrts- und Ankunftsbahnhof ein, das Datum und die Zeit der Ankunft oder der Abfahrt. Einen Knopfdruck später spuckt die Seite drei Vorschläge aus. Beeindruckend daran ist, dass ich noch nie über einen Fehler gestolpert bin, die automatische Streckenplanung ist unglaublich gut. Soweit kennt das vermutlich jeder, aber: UNter den drei Vorschlägen gibts zwei Schaltflächen namens "früher" und "später". Ich rate jedem die Knöpfe ein paar mal zu drücken. Dann werden weitere Verbindungen herausgesucht, die dann halt früher oder später fahren. Wieso?: Auch wenn man selbst vielleicht gerne um 14:00 abfahren möchte, die effizienteste Zugverbindung wird das nicht sein. Ich lasse mir daher immer sämtliche Verbindungen eines tags auflisten und nimm dann die, die die kürzeste Dauer hat. Manchmal schreckt man da schon auf, denn es gibt tatsächlich oft Fälle, wo du dann statt 8 Stunden nur 4 Stunden fährst. Wenns blöd kommt muss man dann halt um 5:45 am bahnhof sein, dafür hat man aber viel Zeit gespart, denn weiterschlafen kannst im Zug und in der Früh hättest eh nit wirklich was gmacht wo dir die zeit fehlt. So kann man seine Fahrt in eine andere Stadt so planen, dass die Zugfahrt nicht mal ins Gewicht des Alltags fällt. Die Zeit die einem die Bahnfahrt geraubt hätte, hätte man sie am Nachmittag gemacht, kann man jetzt schon effektiv nutzen. [b]Schlafwagons[/b] Ich bin mal mit einem Zug von Dortmund nach Klagenfurt im Schlafwagon gefahren. Das fand ich toll und praktisch, weil ich so schlafen konnte und heimfahren. Allerdings bin ich mit vier Geschäftsmännern im Abteil gewesen die alle Schweißfüße hatten. Nach 4 Minuten war die Scheibe beschlagen und ich bin vermutlich nur wegen der aphrodisierenden Wirkung des Gestanks eingeschlafen. Außerdem haben zwei von ihnen extrem geschnarcht. Der Zug war voll, ich konnte nicht wechseln. Das war fürchterlich. Also vorsicht bei sowas. [b]Tarife[/b] Zugfahren ist teuer und trotzdem is die ÖBB das Sorgenkind der Nation. Hochverschuldet und trotzdem jährlich 2 Milliarden Stützgelder von der Republik. Aber zugfahren muss nicht teuer sein - nicht mit den ÖBB und erst recht nicht, wenn du unter 26 bist. dann kannst du dir nämlich um € 19.90 die Vorteilscard kaufen (kostet regulär € 99) und kriegst ein Jahr lang auf alle Tickets 50% Rabatt. In meinem Fall rechnet sich diese Vorteilscard schon in einer einzigen Zugfahrt: Von Klagenfurt nach St. Valentin kostet die Karte regulär € 43,5. Wenn ich die Vorteilscard hab nur 21,8€. Kauf ich mir jetzt also die Vorteilscard um 19.90 und das Ticket um 21,8 hab ich nur € 41,7 hingelegt. Ich hab mir schon mal € 1,8 gespart und in Zukunft krieg ich alles zum halben Preis. In der Onlinepreisauskunft kann man sich alle möglichen Streckenkosten ausrechnen lassen. Man zahlt übrigens nur Tarifkilometer, wenn man einen Umweg fährt zahlt man trotzdem das Gleiche. Man zahlt nur die Entfernung zwischen den beiden zu erreichenden Punkten. Das sag ich weil ich auf der Heimfahrt eine halbe Runde fahren musste, von Linz über Salzburg nach Klagenfurt. Vielleicht gibts im Sommer auch wieder das Netzwerkticket. Damit kannst um 9 Euro 3 Monate lang zugfahrn mit den ÖBB. mfg

Kommentare

blackfeet
blackfeet am Samstag, 13. Januar 2007 um 23:06

Schön, dass du so gute Erfahrungen mit der ÖBB gemacht hast.
So finde ich sie auch sehr praktisch und gut, allerdings gibt es teilweise Verspätungen die sehr ärgerlich sind.
Außerdem gibt es leider keine Sinnvolle Verbindung von Wien nach Zwettl, und auf der Verbindung die es gibt, fahren immer weniger Züge :(
Somit fahr ich jetzt nahezu nicht mehr mit der Bahn.

Naja, was solls :)

Markus René Einicher
Markus René Einicher am Sonntag, 14. Januar 2007 um 10:05

Ja da oben im Waldviertel ist die Bahnverbindung eine Katastrophe, da gib ich dir völlig Recht. Das Problem haben wir in Kärnten weniger weil bei uns die Dörfer nit so abgelegen von den Großstädten liegen. Also so ziemlich jeder Zug hält in Villach, Velden, Krumpendorf, Pörtschach und Klagenfurt. Die Strecke von Horn nach St. Valentin fahrst mitm Auto in ein bis zwei Stunden, über die Bahn hab ich fast 5 Stunden gebraucht und dauernd umsteigen müssen. Die Online-Streckenplanung hat mir das aber zumindest so rausgesucht, dass sich das brav ineinandergefügt hat. Nur in Krems musste ich 30min aufn Zug nach St. Pölten warten und da sind dann drei fast gleichzeitig hingefahren um 19:20 19:38 und 20:02.

Und beim nach hausefahren musste ich in Linz eine Stunde aufn Zug nach Salzburg warten. Dafür war das aber ein ICE (hat die ÖBB nun neuerdings). Das Personal der deutschen Bahn kriegt von mir aber extrem schlechte Noten. Der Schaffner war sowas von genau und unfreundlich. Die ÖBB-Schaffner haben immer nur einmal auf mein Ticket gschaut, das Datum überprüft und das wars, der hat den Strichcode überprüft, die Nummer nachgeschlagen und mich dann regelrecht angepfaucht ich darf nicht vergessen in Salzburg umzusteigen. Ich hätt fast gsagt "Sicher steig ich aus. Als wollt ich mit der deutschen Bahn nach Piefekstan :P".

Und für den Kaffee der DB hab ich sechs Packungen Milch gebraucht so graußig war der. Also wer von euch demnächst von Linz nach Salzburg im ICE sitzt solls im hinteren Teil tun, der Teil gehört den ÖBB oder halt auf die Jacken schaun das das richtige Logo drauf is.

Man merkt dass ich mit der deutschen Bahn nur schlechte Erfahrungen hatte. Außerdem is sie mir viel zu teuer, vielleicht scheint das auch nur so, weil die in D ja um einiges längere Strecken fahren, aber wenn du zum Beispiel von Dortmund nach Salzbrug 80€ zahlst, das find ich arg. Ich kenn mich aber mit deren Tarifmodell auch nit so aus, vielleicht haben die auch so lukrative Angebote wie die ÖBB, kann ja einer der andren mal was dazu posten hamma ja genug Deutsche hier :)

Was ich aber der ÖBB sagen muss, ihre Züge waren immer pünktlich, nur im Raum Wien gibts immer so drei Minuten Verzögerung, aber ich hab alle Anschlusszüge erwischt.

Ich hör jetzt mal auf, drüber könnt ich ewig reden :P